Skip to content

SPARFORMEN – BAUSPARER

Finanzen, Versicherungen, Vorsorgen: ja ich weiß, todlangweilig & uncool, aber jeder brauchts – es hilft nix. Und es kann so viel falsch gemacht werden, aber auch richtig.

Heutiges Thema, da gerade medial recht gut thematisiert: kann man heutzutage noch halbwegs effektiv sparen?

Schauen wir uns mal die Klassiker an: Evergreens wie Sparbuch & Sparkonto kennt jeder – unangefochtener Klassiker bei den gebundenen Sparformen ist in Österreich nach wie vor der Bausparer. Statistisch gesehen, hat jeder Österreicher bzw. Österreicherin mindestens einen.

Warum? Weil wir alle 6 Jahre brav in die Bank marschieren, weil der Bausparvertrag ausläuft und uns der Bankbetreuer nickend fragt, ob wir eh gleich wieder einen machen und wir gleich ins Nicken einstimmen und sich nichts dabei denken. Macht man so, war schon immer so, ist ja ein Bausparer – sonst kriegt man später ja auch kein Bauspardarlehen fürs Haus bauen, so der weit verbreitete Mythos.

Und vor 20-30 Jahren hat sich ein Bausparvertrag auch wirklich noch rentiert – aber wie schauts da heute aus?

Schauen wir uns mal an, wie ein Beispiel funktioniert.
  • In der Werbung ist gerne die Rede vom “garantierten Einstiegszinssatz” – diesen Zinssatz gibt es also garantiert beim Einstieg. Aber wie lang? Nun, meistens ist nach 200 Tagen, spätestens aber nach 1 Jahr Schluss. Dann gibt’s einen variablen Zinssatz, so ca. im Bereich von 0,05% bis 4,50% – man muss kein Orakel sein, um zu wissen, in welche Richtung es eher gehen wird. Der effektive Zinssatz liegt also bei ~0,5% per anno (ja, auch ich hatte Latinum ad scholam) – und dann steht meistens noch etwas Unscheinbares, aber fundamental Wichtiges dabei: “vor KESt” – die Kapitalertragssteuer, welche 25% auf deine Zinsen beträgt, sprich von deinem ohnehin nicht gerade bahnbrechenden Gewinnen bekommt ein Viertel das Finanzministerium.
  • Dann gibt es noch die allseits beliebte „Bausparprämie“: früher noch wenigstens bei €36, mittlerweile nur mehr €18 pro Jahr, wenn man den Maximalförderungsbetrag (€100 pro Monat bzw. €1.200 pro Jahr) einzahlt.
  • Laufzeit: 6 Jahre, komme was wolle. Zumindest mittelfristig eine planbare Zeitspanne, also warum nicht? Aja, deshalb:
  • Zugriff/Tod = Kündigung: sollten wir aus irgendeinem Grund das darin befindliche Guthaben benötigen (so wie es jetzt vielen Menschen geht, z.B. durch Corona-Kurzarbeit oder Jobverlust etc.) und tatsächlich darauf zugreifen, gleicht dies einer Kündigung. Die Folgen: rückwirkende Senkung der Zinsen auf das Minimum (aus generell Wenig wird dann kaum Messbares), Rückforderung der erhaltenen Bausparprämien, Spesen & Küdnigungsgebühren etc. – kurz gesagt: weit weniger, als einbezahlt wurde, kommt raus. Das gleiche ist der Fall, wenn man versterben sollte – außer man hat namentlich eine Person vor Vertragsbeginn bekannt gegeben, die den Vertrag weiter bis Laufzeit bezahlen soll (was aber in 99% der Fälle nicht passiert).
Was sollte eine gute Sparform also können? Meiner bescheidenen Meinung nach sollten zumindest folgende Kriterien Einfluss in die Entscheidungsfindung finden (oder wenigstens Berücksichtigung):
  • Zinsen / Wertsteigerung: Dieser Wert sollte doch zumindest über der Inflationsrate (bewegt sich aktuell im Schnitt bei ca. 1,4% bis 2% pro Jahr) liegen, damit sich das Sparen zumindest lohnt.
  • Steuer: gibt es vielleicht Alternativen zur KESt? Spoiler-Alarm: ja.
  • Zugriff: im Notfall sollte ich doch auch auf mein Geld zugreifen können.
  • Sicher: selbstverständlich möchte man, dass sein Erspartes nicht von irgendwelchen x-beliebigen Fußballvereinspräsidenten verspekuliert werden kann.
  • Absicherung: was passiert damit, wenn mir etwas passiert? Todesfälle machen Angelegenheiten, egal welcher Form, selten einfacher – und mit etwas Vorbereitung & Beratung kann man hier dementsprechend entgegenwirken.

Welches Sparprodukt für deine Wünsche & Vorstellungen am besten geeignet ist, welche Möglichkeiten es abseits von den leider nicht mehr ganz so effizienten Klassikern sonst noch gibt, können wir uns gerne gemeinsam bei einem unverbindlichen digitalen oder persönlichen Termin anschauen.

Mehr Infos zu dem Thema gerne via Mail (peter@carnage.eu) oder persönlich – melde dich bei mir und wir machen uns etwas aus.

Ich weiß, es ist absolut langweilig & mühsam, aber es geht da um dein Geld – und es hilft eh nix. Deshalb helfe ich dir.